Wasserspielereien – Lavur

Think Monday, Think ATC & more - Lavur - Wöchentlicher Challenge mit Daniela Rogall

Für eine Lavur wird eine stark verdünnte Farbe zum Malen und Gestalten eingesetzt. Die Lavur ist eine Nass-in-Nass-Technik.

Diese Technik wird von Malern gerne für Studien eingesetzt, da mit der Lavur schnell helle und dunkle Flächen angelegt werden können, die Lichtverhältnisse beschreiben, oder um die wesentliche Aussage des Bildes einzufangen.

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Tusche, Pinsel, Wasser und Papier und schon kann es los gehen.

TIPP

Für eine gleichmäßige Lavur kein Wasser oder Farbe in den feuchten Hintergrund bringen, ansonsten entstehen wolkige Effekte, wie hier im Bild zu sehen.

Mit der Lavur können Papiere wunderbar auf alt getrimmt werden und vielfältig für die Gestaltung eingesetzt werden. Skizzen, Texte und gestempeltes bekommen eine ganz persönliche Note.

Das Beispiel, das ich Dir heute zeige, ist in mehreren Schritten entstanden. Begonnen habe ich damit, ein Stempelmotiv mit Distress Ink, einem wasserlöslichen Stempelkissen, einzufärben. Bevor das Motiv jedoch abgestempelt wird, feuchte ich das Papier an, und platziere erst dann das Motiv. Der Abdruck ist durch die Feuchtigkeit verwaschen. Mit dem Pinsel ziehe ich die Farbe, die sich aus der Kontur löst, über die komplette Fläche und laviere den Hintergrund.

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Nach dem Trocknen beginne ich das Motiv aus dem Hintergrund heraus zu arbeiten. Dafür verwende ich verdünnte Tusche. Damit die Flächen ein wenig ausbluten, feuchte ich die Fläche um das Gesicht herum etwas an und gebe dann gezielt etwas verdünnte Tusche in die Bereiche. Ich spiele so lange mit der Farbe, bis mir der Effekt gefällt. Das Abtupfen der Feuchtigkeit gehört ebenso zum Spiel, wie das aufbringen der Farbe.

Mit einem Aquarellstift werden Augen, Nase und Mund betont.

Betrachten wir das Stempelmotiv und das Bild. Durch den Aquarell-Stempelabdruck und das Lavieren, ist aus dem Stempelmotiv ein ganz neues Bild mit einen ganz anderen Charakter entstanden.

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Da die Konturen des Motivs durch das Aquarellstempeln aufgeweicht wurde, kann das Gesicht ganz individuell betont werden und wir können unser eigenes Gesicht malen. Je nach dem wie wir Augen, Nase und Mund an den dafür vorgesehenen Platz malen, können wir Einfluss auf das Aussehen des Gesichts nehmen.

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Die Lavur ist eine interessante Technik, die insbesondere auch beim Skizzieren einen leichten, lockeren Strich zu lässt. Korrekturen sind kaum möglich, so dass wir mit dem einmal gesetzten Strich arbeiten müssen. Aber gerade das macht es aus und gibt den nötigen Spielraum für die Entstehung.

Wie gefällt Dir das Lavieren? Hast Du schon Erfahrung damit sammeln können?

Wie gefällt Dir die Möglichkeit das Gesicht eines Stempelmotivs zu verändern?

Ich freue mich darauf von Dir zu hören und wünsche Dir eine wunderbare Woche.

Liebe Grüße
Deine

Daniela Rogall - Künstlerin, Herausgeberin des Magazins Just Stamps - einfach stempeln - http://danielarogall.de

PS: Ideen zum Aquarellstempeln findest Du auch in Just Stamps – einfach stempeln 2009, Ausgabe 2 im Just Stamps Shop, sowie das für das in diesem Beispiel verwendete Stempelmotiv.

4 Kommentare zu „Wasserspielereien – Lavur“

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